Inspirierend? Was heisst das jetzt genau?
In einem Interview in der gestrigen Sonntagszeitung erklärt Leutschenbachs Nummer eins, Ingrid Deltenre, den Quotenrückgang von SF DRS im ersten Halbjahr 2007 mit dem Ausbleiben publikumsträchtiger Grossanlässe. So weit, so gut. Weit interessanter ist die Interviewpassage, die sich um Deltenres Lebenspartner Sacha Wigdorovits dreht. Den immer wieder kursierenden Gerüchten auf eine Einflussnahme seitens Wigdorovits’ in redaktionelle Entscheide bei SF DRS (Sacha Wigdorovits ist Teilhaber der PR-Firma Contract Media), entgegnet Deltenre, dass dies lächerlich sei. Um dann zwei Fragen später zu betonen, ihr Lebenspartner sei “ein sehr inspirierender Mensch”.
AUSZUG DES INTERVIEWS
Immer wieder wird der Verdacht geäussert, Ihr Partner Sacha Wigdorovits stehe hinter Ihren Entscheidungen.
Eine lächerliche Vorstellung. Solche Vorwürfe kann ich nicht ernst nehmen, die ignoriere ich. Solche Journalisten haben keine Ahnung, wie man heute ein Unternehmen führt.
Man hört, Ihr Partner melde sich persönlich bei SF-Leuten, versuche, Einfluss zu nehmen.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was er den ganzen Tag macht. Als Kommunikationsberater hat er Mandate von Unternehmen, für die er sich um Medienpräsenz bemüht. In diesem Zusammenhang hat er auch Kontakte zu SF-Leuten.
Wären Sie manchmal nicht lieber mit einem Gärtner liiert?
Nein. Sacha ist ein sehr inspirierender Mensch. Fernsehen ist nicht das Zentrum unserer Welt und steht auch nicht im Zentrum unserer Partnerschaft. Aber er ist ein wichtiger Ansprechpartner, ich bin froh, versteht er die Mechanismen des Medienbusiness.
Fragt also sich bloss, wie weit diese Inspiration führt. Und ob diese nicht doch ab und an geschäftliche Belange betrifft. Wie beispielsweise die Weltwoche schon zielgenau vermutete.
Das ganze Interview auf sonntagszeitung.ch







