Und jetzt alle zusammen…

Micorsoft will Communities fördern und hat mit dem Windows Live Community Builder einen Service ins Leben gerufen, der es jedermann ermöglicht, auf seinem Server eine eigene Community aufzusetzen. Mit dem WLCB lassen sich Kontakte, E-Mails und Termine gemeinsam verwalten. Bereits monieren aber User, dass sich die WLCB-Site nur mit dem Internet Explorer, nicht aber mit Firefox betrachten lässt. Auch die Parallelen zu Angeboten von Google oder Communitybrands wie Facebook sind augenscheinlich. Ob diese Ausschlussstrategie dieses alles andere als neue Produkt zum Erfolg führt?

Meldung auf golem.de

Bilder, die den Moment erfassen

25 spannende “Lucky Shots”, die unweigerlich ein zweites Hingucken nach sich ziehen.

Joe Zawinul ist gestorben

Er war eine aussergwöhnliche Persönlichkeit im Jazz der coolen, elektrischen Ära, und er hat bis zuletzt unablässig an Tönen und Tonlagen geforscht. Der Österreicher Joe Zawinul ist heute morgen nach schwerer Krakheit in einer Wiener Klinik gestorben. Er hinterlässt einen unschätzbaren Fundus an Musik, angefangen bei den Aufnahmen mit Miles Davis, über legendäre Weather Report Recordings bis zu unzähligen Soloveröffentlichungen. Zawinul hat den Synthesizer emanzipiert und in die Galerie der von Jazzmusikern respektierter Instrumente gespielt. Er wird als kantiger, querer Filigrantechiker in die Jazzgeschichte eingehen, sein Renommee  wird seine Lebenszeit um ein Vielfaches überdauern.

Bericht im Spiegel

Das Sommerloch ist zugeschüttet

Auf textfeld.ch machten sich die Blogeinträge in den vergangenen drei Monaten rar, extrem rar, um ehrlich zu sein. Sandkörner in den Schuhen, ausgebleichte Kleider, Bräunungsstreifen der Sonne um die Lenden und andere Ferienreminisizenzen: Schön wärs…
Der Grund für den ausgiebigen Blog-Stopp lag woanders. Hier, um genau zu sein. Vor wenigen Tagen habe ich meine Diplomarbeit abgegeben, die mich den Sommer über vom Bloggen und von der Sonne fern gehalten hat. Ich gehe darin SCORM, einem Referenzmodell für E-Learning-Inhalte, auf den Grund. Trotz entbehrungsreicher Tage hat sich die Plackerei für mich gelohnt. Das Thema hat etwas hergegeben, ich werde es künftig nicht aus den Augen lassen.

Überdies gestehe ich auch gerne: Selbst wenn ich Zeit gehabt hätte, bräuner wäre ich diesen Sommer nicht geworden. Nein, nicht des schlechten Wetters wegen, ich mag schlicht und einfacht nicht so an der Sonne liegen.

Inspirierend? Was heisst das jetzt genau?

In einem Interview in der gestrigen Sonntagszeitung erklärt Leutschenbachs Nummer eins, Ingrid Deltenre, den Quotenrückgang von SF DRS im ersten Halbjahr 2007 mit dem Ausbleiben publikumsträchtiger Grossanlässe. So weit, so gut. Weit interessanter ist die Interviewpassage, die sich um Deltenres Lebenspartner Sacha Wigdorovits dreht. Den immer wieder kursierenden Gerüchten auf eine Einflussnahme seitens Wigdorovits’ in redaktionelle Entscheide bei SF DRS (Sacha Wigdorovits ist Teilhaber der PR-Firma Contract Media), entgegnet Deltenre, dass dies lächerlich sei. Um dann zwei Fragen später zu betonen, ihr Lebenspartner sei “ein sehr inspirierender Mensch”.



AUSZUG DES INTERVIEWS

Immer wieder wird der Verdacht geäussert, Ihr Partner Sacha Wigdorovits stehe hinter Ihren Entscheidungen.

Eine lächerliche Vorstellung. Solche Vorwürfe kann ich nicht ernst nehmen, die ignoriere ich. Solche Journalisten haben keine Ahnung, wie man heute ein Unternehmen führt.

Man hört, Ihr Partner melde sich persönlich bei SF-Leuten, versuche, Einfluss zu nehmen.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was er den ganzen Tag macht. Als Kommunikationsberater hat er Mandate von Unternehmen, für die er sich um Medienpräsenz bemüht. In diesem Zusammenhang hat er auch Kontakte zu SF-Leuten.

Wären Sie manchmal nicht lieber mit einem Gärtner liiert?

Nein. Sacha ist ein sehr inspirierender Mensch. Fernsehen ist nicht das Zentrum unserer Welt und steht auch nicht im Zentrum unserer Partnerschaft. Aber er ist ein wichtiger Ansprechpartner, ich bin froh, versteht er die Mechanismen des Medienbusiness.



Fragt also sich bloss, wie weit diese Inspiration führt. Und ob diese nicht doch ab und an geschäftliche Belange betrifft. Wie beispielsweise die Weltwoche schon zielgenau vermutete.


Das ganze Interview auf sonntagszeitung.ch

Das Internet als Metro-Map

Die Idee ist clever, die Ausführung formschön: Die information Architects aus Tokyo zeigen, umgemünzt auf das Metronetz der japanischen Metropole, welche Sites im Internet abgehen. Neben den üblichen Verdächtigen findet sich in der Auflistung durchaus die eine oder andere Surprise: Zumindest habe ich soeben Ali Baba besucht. Nein, nicht den mit den 40 Räubern, den mit …

Open Office für OS X kommt voran

Das Microsofts Office-Packet nur noch eine (nämlich die teureste) von mehreren Optionen, ist Büroanwendungen so effizient wie möglich mit dem Computer abzuwickeln, ist hinlänglich bekannt. Vor allem die Open Source-Software Open Office hat sich als passable Alternative etabliert. Nun ist die native, auf der Aqua-Umgebung basierende Version von Open Office ist in der zweiten Entwicklerversion verfügbar. Nach wie vor handelt es sich dabei um eine unsichere Testversion. Mit einer Betaversion, die auch dem produktiven Nutzer dient, kann in Kürze gerechnet werden. Neben der Aufhebung von Bugs wird insbesondere noch an der Drag- and Drop-Funktion gearbeitet.

Bern verliert an Papier

Die Nachricht der Woche in der Schweizer Medienszene: Die Zürcher Tamedia kauft die Berner Espace Media Group. Der Nachhall auf dem Papier und im Netz war gewaltig (1, 2, 3, 4, 5, 6).

Über die Folgen dieser Übernahme herrscht spekulatives Flirren; dass jedoch etwas passieren wird, darüber herrscht einhelliger Tenor. Einen interessanten Ansatz entnimmt Grafiker und Szenenkenner Stefan Schaer dem Bärenkauf der Tamedia: Er sieht die Chancen einer Online-Zeitung für den Grossraum Bern, vor allem im Falle eines Ablebens der Espace-Zeitung “Der Bund”, deutlich steigen. Und der gegenwärtige Trend auf dem Zeitungsmarkt spielt seiner Vorahnung in die Hände.

Vorab entstehen in der Schweiz immer grössere Verlagskonglomerate, die ihre Produkte grossräumig konzipieren und vertreiben. Regionales wird zur Last und “rentiert” schlecht. Da diese Papierelefanten den Inseratemarkt praktisch leer saugen, bleibt der nächstkleineren Konkurrenz oft das Nachsehen. Nur qualitative hochstehende Lokalzeitungen können dieser Phalanx trotzen, sehen sich jedoch einem brancheneigenen Problem ausgesetzt: Ihre Leserschaft ist überaltert und Neuabonnenten anzulocken ist teuer und aufwändig.

Doch Meinungsmonopole (beispielsweise die AZ im Mittelland oder LZ in der Zentralschweiz) stossen nicht auf vollendete Gegenliebe. So gut sie ihren Job auch machen, sie können eines nicht ersetzen: Die Möglichkeit einer zweiten Meinung.

Dem allgemeinen Zustand der Papier- und Druckereibranche nach zu urteilen, haben die immer mächtigeren “Elefanten” von dieser Seite keine ökonomisch stabile Konkurrenz zu befürchten. Bleibt also das Internet, das im Moment zwei Drittel der Schweizer Haushalte erreicht. Tendenz steigend. Wenn Stefan Schär also die Frage nach einer Online-Zeitung in Bern stellt, stellt er sie stellvertretend für mehrere Städte und Regionen in der Deutschschweiz.

Der Nachrichtenmann im Irak

Eine schier unglaubliche Geschichte über das Nachrichtenbusiness im Irak hat die Zeit veröffentlicht. Der junge Brite Willem Marx will vor seinem Studium journalistische Erfahrungen im Ausland sammeln und landet im Auftrag der Lincoln Group in Baghdad. Doch journalistische Fähigkeiten sind dort kaum gefragt. In erster Linie muss Marx für die US Army, den Auftraggeber der Lincoln Group, gefakte Artikel in irakischen Lokalzeitungen platzieren.

Eine lesenswerte Story, die im Minimum einen schalen Nachgeschmack zurücklässt.

E-Learning-Tools zum Abwinken

Mit einer ganzen Reihe nützlicher Free- oder Shareware, welche die Produktion von E-Learning-Inhalten von A-Z übernehmen, sorgt die englische E-Learning-Expertin Jane Hart (formerly known as Jane Knight) für einige angenehme Überraschungen. Ihr Index ist wohl sortiert und in verschiedene Bereiche aufgeteilt, was die gezielte Suche erleichtert. Denn immerhin enthält der Index 1007 Tools, die von der Herstellung von E-Learning-Inhalt über Kommuikationswerkzeuge bis zu persönlicher Lernsoftware führen.